Lesungen und Vorträge 2011/12


Lesung Yusuf Yesilöz an der Jahresversammlung des Kunstvereins
24. Oktober 2011

Yusuf Yesilöz, geboren 1964 in einem kurdischen Dorf in Mittelanatolien, kam 1987 als Flüchtling in die Schweiz. Das Thema Migration taucht in seinen Werken immer wieder auf, was natürlich auch mit seiner eigenen Biografie zu tun hat. Mit seinen Büchern gelingt es ihm, Menschen, die sich in schwierigen Situationen befinden, in einer wunderbaren Mischung aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit zu beschreiben.


Heinrich von Kleist und Robert Walser. Es liest Klaus Henner Russius
15. November 2011

Die Erzählstimme des Schauspielers Klaus Henner Russius zog die Zuhörer in ihren Bann. Zum 200. Todesjahr des Dichters Heinrich von Kleist las er Robert Walsers meisterhafte Geschichte «Kleist in Thun» und weitere Texte Walsers über den Dichter sowie kurze Texte von Kleist selber, wie «Das Bettelweib von Locarno» und die «Anekdote aus dem letzten preussischen Kriege».


Hardy Ruoss. Bücherabend
26. November 2011

Wieder einmal ein ganz grosser Genuss... Der Weg zum guten Buch wird klar und unzweideutig mit gekonnten Hinweisen und spitzen Formulierungen aufgezeigt. Schmunzeln, staunen und herzhaft applaudieren erlaubt...ird.


Gerron - Lesung Charles Lewinsky
29.November 2011

Charles Lewinsky erzählt die faktenreiche und doch erfundene Geschichte des Schauspielers Kurt Gerron, einem grossen Star seiner Zeit. Als jüdischer Häftling bekam er den Auftrag, über das Konzentrationslager Theresienstadt einen Werbefilm zu drehen. Dieser Auftrag stürzte ihn in eine grosse Gewissensnot.


Lesung Erich Schmid
17. Januar 2012

Der in Frauenfeld aufgewachsene Autor und Filmemacher Erich Schmid hat ein Buch geschrieben über den Spanienkämpfer Männy Alt (1910-2000). Es ist aus Interviews mit ihm und seiner Umgebung entstanden. Im Singsaal der Kantonsschule hat Erich Schmid dieses Schicksal in einer ungewöhnlichen Lesung beleuchtet: Stellen aus dem Buch wechselten ab mit zeitgenössischen Fakten und mit Erinnerungen des Autors an Männy Alt und wurden begleitet von der Projektion einer reichen Bilddokumentation. Ein bewegender Abend.


Kunstsalon Cassirer: «Man steht da und staunt»
22. März 2012

Paul Cassirers Kunstgalerie, 1899 gegründet, brachte Berlins Kunstleben binnen kurzem eine neue Dimension. Herausragende Vertreter der Moderne wurden in einer Dichte und Qualität präsentiert, wie sie heute selbst an grossen Museen nicht mehr geboten werden kann. Ein Gespräch mit den Verlegern Bernhard Echte und Walter Feilchenfeldt im Kunstmuseum Thurgau zeigt auf, welche Bedeutung die Arbeit des Galeristen Paul Cassirer für den Kunsthandel im 20. Jahrhundert hatte.
In Zusammenarbeit mit dem Kusntmuseum Thurgau