Ausstellungen 2016/17


Felix Brenner | Sandra Koller | Hans Weder

18. September bis 16. Oktober 2016
Artikel in der Thurgauer Zeitung: Dieter Langhart
Die Künstlerin und die beiden Künstler sind von uns in einer Ausstellung präsentiert worden, weil sie völlig eigenständig und ohne Bezug zum Kunstbetrieb ihren je ganz eigenen Stil entwickelt haben. - Felix Brenners Welt ist vielgestaltig und beziehungsreich. Er bringt sie uns nahe durch riesige Gouache-Malereien, aufwendige Lithografien und Tuschezeichnungen. Seine weit über 100 Werke füllten den ihm zustehenden Raum fast lückenlos aus mit Köpfen, Gebäuden und Plätzen aus seinem privaten Leben, aber auch mit öffentlichem Bezug. Seine Zuchtversuche mit psychoaktiven Pflanzen und deren euphorisierenden Wirkungen, aber auch deren Schattenseiten in Form von psychiatrischen Kliniken finden sich darin wieder. – Sandra Koller hat eine jedermann zugängliche Technik, Neocolor, perfektioniert: Auf Kartons vom Format 70 x 50 cm lässt sie eine farbenprächtige, exakt gearbeitete Welt aus verspielten, mystisch-surrealen Figuren entstehen. Sie erzeugen im Betrachter Gefühle von Heiterkeit und Entspannung. – Hans Weder kennt eigentlich nur zwei Motive: Köpfe und Personen. Nach einem schwierigen Leben macht er das, was er als Jugendlicher immer wollte: malen. Seine Werke sind reduziert, fast abstrakt und sie sind mit raschem Strich gemalt.


Renate Bodmer und Bendicht Fivian

3. November bis 12. Dezember 2016
Einführung:  Elisabeth Grossmann, Kunsthistorikerin
Der Kunstverein konnte das Künstlerpaar Renate Bodmer und Bendicht Fivian zu einer gemeinsamen Ausstellung gewinnen. Beide haben sich in ihrem Leben viele Techniken und Inhalte angeeignet. – Von Renate Bodmer präsentierten wir einen Werkzyklus von grossformatigen Zeichnungen, der mehrere Jahrzehnte zurückliegt und bisher kaum zu sehen war. Sie stellt familiäre Alltagsszenen dar, die aber aus der Sicht eines Kindes «Alltagsschrecken» sind. Die Figuren - Mutter, Tante, Geschwister - sind durch wenige Mittel (Schraffur, Kontur, rund, eckig) aufs eindringlichste präsent und zeugen von grosser Meisterschaft. – Bendicht Fivians Werke in Acryl und Öl überraschten durch die alltäglichen Motive (Tiefgaragen, Wasserlachen, Unterführungen, usw.) und durch die dabei beobachteten Effekte (Spiegelungen, Schattenwürfe, minime Farbabstufungen). «Magie des Unspektakulären» überschrieb die Kritikerin Suzanne Kappeler einen Bericht über seine Malerei.


Annette Golaz. Sichtwechsel

19. Februar bis 19. März 2017
Der Titel der Ausstellung bringt zum Ausdruck, dass Annette Golaz' Fotografien ausschliesslich Spiegelungen und Reflexionen zeigen. Die Bilder wurden zum grössten Teil in der Stadt Zürich aufgenommen, als Spiegelflächen finden sich Schaufenster, Tramfensterscheiben, Wasseroberflächen. – Aus alltäglichen Situationen entstehen einzigartig verblüffende, verwirrende oder humoristische Kunstwerke, in welchen der Betrachter immer wieder neue Details erkennen oder erraten kann. Ein Teil der Bilder wurde von kurzen Gedichten von Susanna Ries begleitet.


verzweig

9. April bis 7. Mai 2017
Einführung: Josef Felix Müller, Präsident visarte
Der Kunstverein hatte Lucie Schenker aus Anlass ihres 75. Geburtstages eingeladen, zusammen mit ihren Töchtern Katja und Anina Schenker eine Ausstellung zu gestalten. Sie versammelten Werke von insgesamt 15 befreundeten Künstlerinnen und Künstlern. Die dadurch entstandene Vielfalt wurde thematisch gegliedert in «geometrisch/abstrakt», «Struktur/rhythmisch/kalligrafisch» und «organisch». Die Vernissagerede hielt der an der Ausstellung ebenfalls beteiligte Präsident von visarte, der St. Galler Künstler Josef Felix Müller. Es waren Werke zu sehen von: David Bürkler - Urs Eberle - Karl Anton Fürer - Gilgi Guggenheim - Dieter Hall - Katharina Henking - Regi Müller - Josef Felix Müller - Doris Naef - Stefan Rohner - Katja Schenker - Anina Schenker - Hans Schweizer - Isabella Stiner


Rolf Schönenberger - Gedenkausstellung

17. Juni bis 20. August 2017Rolf Schönenberger (1924-2015) hat als Zeichenlehrer an verschiedenen Schulen unterrichtet, insbesondere an der Kantonsschule in Frauenfeld. Sein eigenes, umfangreiches Schaffen hat erst durch unsere Ausstellung den Weg an die Öffentlichkeit gefunden, dank der Mithilfe seiner Frau Esther Schönenberger-Fehr. Seinen Motiven (Natur, Stillleben, Landschaften) ist er über die Jahrzehnte treu geblieben. Er hat unablässig an der Vervollkommnung seiner Kunst gearbeitet, ohne sich von den jeweiligen Modeströmungen ablenken zu lassen. Die Ausstellung war sehr gut besucht und die zahlreichen Rückmeldungen dokumentierten die grosse Wertschätzung seines Wirkens sowohl als Lehrer wie als Künstler.